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Wandgestaltung mit Farbe

„Nachts sind alle Katzen grau.“  Was in diesem Sprichwort aufgegriffen wird, ist ein Phänomen, das jeder aus seiner eigenen Erfahrung kennt. Je dunkler es wird, desto schwerer fällt es dem menschlichen Auge, Farben wahrzunehmen und zu unterscheiden.

Das liegt daran, dass dort farbiges Sehen und die Wahrnehmung von Hell und Dunkel unabhängig voneinander funktionieren. So finden sich auf der Netzhaut des Auges zwei verschiedene Arten von Rezeptoren.

Zum einen solche, die auf die Helligkeit des Lichts reagieren. Durch sie bekommen wir theoretisch ein schwarz-weißes Bild unserer Umgebung geliefert. Dass wir tagsüber die Objekte um uns herum trotzdem auch „in und bunt“ sehen, verdanken wir der zweiten Sorte Rezeptoren auf der Netzhaut, den Zapfen.

Durch sie können Farbreize (Licht mit einer bestimmten Wellenlänge) aufgenommen und verarbeitet werden. Diese Rezeptoren erfüllen ihre Funktion allerdings nur in Verbindung mit einer nötigen Helligkeit. Je dunkler es wird, desto schlechter können wir unterscheiden.

Beim Komplettausfall der Zapfen im Auge würde der betreffende Mensch nur noch schwarz-weiß sehen können. Eine beängstigende Vorstellung.

Mit diesem Hintergrundwissen ist die Tatsache, dass wir überhaupt eine schier unendliche Menge an verschiedenen Farben voneinander unterscheiden können, noch faszinierender.

So ist, unabhängig von der biologischen Funktionsweise des Auges, weitläufig bekannt, dass verschiedene Farben auch verschiedene Emotionen hervorrufen können.

Rot beispielsweise empfindet man generell als warme Farbe, die mit Liebe und Leidenschaft in Verbindung gebracht wird, aber auch feurig und impulsiv wirken kann. Wer also gerade dabei ist, sein Schlafzimmer umzugestalten, sollte ein romantisches Rot an der oder bei der Dekoration schon mal in Betracht ziehen.

Gelb und Orange wirken motivierend und symbolisieren Lebensfreude. Diese Farben eignen sich am besten in einem Umfeld, in dem Schwung und gute Laune erwünscht ist. Orange gilt als appetitanregend. Was sich in einem Restaurant eventuell also gut an der Wand macht, ist in der Küche eines Diät-Wütigen eher kontraproduktiv.

In Räumen, in denen es nicht zu wild zugehen sollte, eignen sich die Farben Blau oder Grün. Sie wirken beruhigend und strahlen Zuverlässigkeit aus. Anstelle eines rot gestrichenen Klassenraums würden sich grüne Deko-Elemente an den Wänden eventuell mehr anbieten.

Was in Bezug auf die farbliche Gestaltung gewisser Gegenstände, Kleidungsstücke oder Räume generell zu bemerken ist, ist die Tatsache, dass zu viel des Guten den Betrachter eher überfordert.

Ein schreiend rotes Zimmer, in dem es keine weiße Stelle mehr an der Wand gibt, ist gewiss etwas weniger gemütlich als ein geschmackvoll eingerichtetes Zimmer mit einigen roten Highlights. Gleiches gilt für einen von oben bis unten blauen Klassenraum, der schnell erdrückend wirken kann, anstatt Ruhe zu fördern.

Um farbige an Wänden zu setzen und damit das Befinden der Anwesenden auf eine positive Art und Weise zu steuern, eigenen sich Bordüren, Bilder oder ein Wand Tattoo, die in vielen Farbnuancen erhältlich sind. Ob Wandtattoos zum Aufkleben, Bild-Elemente oder  selbst gestaltetes Wanddesign: Neben der Farbe gilt es natürlich auch auf das richtige Motiv zu achten, das die Wirkung der entsprechenden Farbgestaltung noch unterstützen kann.

 

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